"Unser Auftreten nervt sie"

Argentinien-Star wehrt sich gegen "Verschwörungstheorien"

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Rodrigo de Paul wehrt sich gegen die Häme im Netz. (Foto: picture alliance / M.i.S.)
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21.07.2026 | 15:48 Uhr
Der Weg Argentiniens ins WM-Finale ist auch von steter Kritik aufgrund von angeblicher Bevorteilung durch Schiedsrichter begleitet. Ein Vertreter der Albiceleste wittert gleich mehrere Gründe für die weltweite Häme.

Mittelfeldspieler Rodrigo de Paul hat die Kritik am Auftreten der Fußball-Nationalmannschaft Argentiniens gekontert und seine Albiceleste als Opfer von Häme ausgemacht. "Heute sehe ich, wie viele Menschen auf diese Niederlage gewartet haben", schrieb der 32-Jährige auf Instagram, zwei Tage nachdem seine Mannschaft den Spaniern im WM-Finale mit 0:1 nach Verlängerung unterlegen war.

Die Kritiker Argentiniens hätten "während der gesamten Weltmeisterschaft unbegründete Verschwörungstheorien verbreitet, um den Schmerz anderer zu lindern, die nicht das erleben konnten, was wir alle Argentinier erlebt haben", schrieb de Paul und nahm damit wohl Bezug auf zuletzt immer wieder aufgekommene Vorwürfe, wonach die Argentinier von Schiedsrichterentscheidungen profitiert hätten.

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Argentinien-Stars schwänzen frenetischen Empfang

"Weil unser Lächeln stört, weil unser Auftreten sie nervt", nannte der Profi von Inter Miami als Gründe für die Häme. Viele Beobachter hatten den Triumph der Spanier als verdient eingestuft. Vor allem die Presse in England, das im Halbfinale an Lionel Messis Team gescheitert war, arbeitete sich an der harten Gangart der Argentinier ab. "Danke an die Götter des Fußballs", schrieb die "Sun", und auch der "Telegraph" hob hervor, dass sich "der Sport durchgesetzt" habe.

Bei der WM gab es etliche strittige Entscheidungen, die zugunsten Argentiniens ausfielen. Schon im ersten Spiel der WM hätte Lionel Messi nach einem Tritt die Rote Karte sehen können. Ägyptens Trainer Hossam Hassan sah sein Team im Achtelfinale massiv benachteiligt, sprach gar von Manipulation. Auch die Schweiz beschwerte sich nach dem Viertelfinale lautstark über die VAR-Entscheidung gegen den schwalbenden Breel Embolo. In den sozialen Medien war mitunter von "VARgentinia" die Rede.

Superstar Lionel Messi hatte entsprechende Vorwürfe aber auch bereits während des Turniers zurückgewiesen. "Wir waren in den letzten vier Jahren die Besten, ob es euch gefällt oder nicht, und egal, was irgendjemand sagt", hatte Messi nach dem Comeback-Sieg gegen England gesagt. "Wir haben uns erneut unter den beiden besten Mannschaften der Welt etabliert. Das beweist, dass alles, was wir erreicht haben, kein Zufall ist und dass uns nichts geschenkt wurde."

Verwendete Quellen: ntv.de, lme/sid